Döner

Samstagnacht, der Kühlschrank ist leer.
Die Geschäfte sind zu, doch mein Magen schreit nach mehr.
Hol’ ich mir `ne Pizza oder gehen wir zum Chinesen?
Ach nee, beim Chinesen sind wir gestern schon gewesen.
Also greif‘ ich wieder mal zurück auf Altbewährtes,
weil so ein Döner in der Nacht nie verkehrt ist.
Man fragt mich freundlich: „Was willst du für Sauce?“
Ich sag: “ Scheiß egal, landet eh auf meiner Hose.“
Gibt mir einfach beide, die rote und die weiße,
daß es richtig spritzt, wenn ich den Döner beiße.
Gib‘ mir auch noch Knoblauch und mach‘ ihn richtig scharf,
weil von meiner Dönerliebe jeder wissen darf :

Ref.:
Döner, nix is schöner,
als ein Döner im Steh’n, um halb zehn.

Die Soße ging doch nicht auf die Hose wie gedacht,
sondern hat sich sehr schön auf meiner Jacke breitgemacht.
Die Zwiebeln auf dem Boden, gleich neben den Tomaten,
und wo liegt der Salat? Na dreimal dürft ihr raten!
Jetzt habe ich zwar wunderschön den Bürgersteig verziert,
doch in meinem Magen ist noch immer nichts passiert.
Also machen wir es einfach: “Komm gib‘ mir zwei Bier:
Eins für zu Hause und das andere trink‘ ich hier.“
Ich öffne meine Dose und es schäumt und es zischt,
und habe volle Kanne mein Nebenmann erwischt.
Sein Döner in der Hand sieht aus wie ein nasser Lappen.
Ich schenke ihm das Bier und eß‘ woanders einen Happen.

Ref.

Wer Bahnfahren will sollte vorher reservier’n,
oder besser noch in einen Döner investier‘n.
Da haste endlich Platz und das ist wirklich geil,
nicht nur einen Sitz, nein, das ganze Abteil.
Im Flieger kann‘ ich unbesorgt die MittelPlätze buchen,
weil die Leute neben mir sofort das Weite suchen.
Und ist den Leuten neben mir das Weite mal zu weit,
dann hab‘ ich meinen Reisedöner immer griffbereit.
Doch so ein Dönerleben macht ziemlich einsam mit der Zeit,
und sehne ich mich irgendwann nach trauter Zweisamkeit,
dann geb‘ ich `ne Annonce auf: Um sich langfristig zu binden,
sucht Döner eine Dönerin, der Rest wird sich schon finden

Ref.